Rabensteiner entwickelt visionäres Konzept für urbane Stadtgartencenter
Städte wachsen, verdichten sich und verändern damit auch das Konsumverhalten der Menschen. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis nach Natur, grünen Rückzugsorten und nachhaltigen Einkaufserlebnissen. Genau hier setzt der Glashausspezialist Rabensteiner mit einem neuen, innovativen Konzept an: dem City-Gartencenter als mehrgeschossiges Glashaus mitten im urbanen Raum.
Eine Antwort auf die Herausforderungen urbaner Räume
Mit dem Konzept verfolgt das Südtiroler Unternehmen die Vision, Gewächshausarchitektur stärker in die Innenstädte der Zukunft zu integrieren. Statt auf großflächige Bauweise setzt das Stadtgartencenter auf vertikale Architektur, kompakte Flächennutzung und ein emotionales Einkaufserlebnis unter Glas.
„Wir sehen großes Potenzial darin, leerstehende innerstädtische Flächen neu zu beleben und daraus Orte zu schaffen, an denen Natur, Architektur und Begegnung zusammenkommen“, erklärt Karoline Klar, Architektin und Sales Managerin der Rabensteiner GmbH. „Das City-Gartencenter ist nicht nur ein Handelskonzept, sondern ein neuer urbaner Lebensraum.“
Das von Rabensteiner entwickelte Modell kommt mit einer Grundfläche von rund 1.000 m² aus und nutzt mehrere Ebenen, um unterschiedliche Erlebniswelten zu schaffen: von Boutique- und Floristikbereichen über Urban-Gardening-Beratung und Gastronomie bis hin zu saisonalen Pflanzenwelten unter einem Dachgewächshaus. Ein intelligentes Click-&-Collect- sowie Liefersystem ermöglicht zudem ein modernes Einkaufserlebnis ohne Transportstress – ideal für urbane Zielgruppen, die zunehmend auf öffentliche Verkehrsmittel und kurze Wege setzen.
Gleichzeitig eröffnet das Konzept neue Perspektiven für die Revitalisierung innerstädtischer Leerstände. Bestehende Handels- oder Gewerbeflächen können in grüne Erlebniswelten transformiert werden, die Handel, Gastronomie, Beratung und Begegnung miteinander verbinden. Damit entsteht ein Nutzungskonzept, das über den klassischen Pflanzenverkauf hinausgeht und die Attraktivität von Innenstadtlagen nachhaltig stärkt.
Mehr als ein Gartencenter
Das Stadtgartencenter versteht sich als multifunktionaler Erlebnisort. Neben Pflanzenwelten finden Besucher:innen hier Floristik, Wohnaccessoires, Urban-Gardening-Beratung, Gastronomie, Workshops sowie saisonale Eventflächen. Ziel ist es, die Wertschöpfung pro Quadratmeter zu erhöhen und gleichzeitig einen Ort zu schaffen, den Menschen regelmäßig besuchen, erleben und weiterempfehlen.
Neben Funktionalität spielt vor allem die Aufenthaltsqualität eine zentrale Rolle. Transparente Fassaden, viel Tageslicht, begrünte Elemente und offene Blickachsen schaffen eine Atmosphäre, die weit über den klassischen Einkauf hinausgeht. Die Besucherführung ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.
Über sanft geneigte Rampen bewegen sich Kund:innen intuitiv von Ebene zu Ebene. Dabei entstehen laufend neue Perspektiven auf Pflanzen, Architektur und Stadtraum. Die Wegeführung macht den Besuch zu einem räumlichen Erlebnis und schafft Orientierung auf natürliche Weise.
Auch Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Konzepts. Begrünte Fassaden, Photovoltaik, Regenwassermanagement und eine reduzierte Flächenversiegelung machen das Stadtgartencenter zu einem zukunftsfähigen Modell für die Stadtentwicklung. Durch die kompakte Bauweise und die Nutzung bestehender Stadtstrukturen leistet das Konzept zudem einen Beitrag zur nachhaltigen Innenentwicklung urbaner Räume.
Kurzinterview mit Karoline Klar
Architektin bei der Rabensteiner GmbH und Entwicklerin des City-Gartencenter-Konzepts
Frau Klar, wie entstand die Idee zum City-Gartencenter?
„Die Ausgangslage war klar: Innenstädte verändern sich. Leerstände nehmen zu, Konsumverhalten wandelt sich und gleichzeitig wächst in vielen Menschen der Wunsch nach Natur, Inspiration und kleinen grünen Rückzugsorten im urbanen Alltag. Klassische Gartencenter stehen damit vor der Frage, wie sie auch künftig neue Zielgruppen erreichen und wirtschaftlich erfolgreich bleiben können. Genau daraus entstand die Idee, ein Gartencenter neu zu denken – kompakter, urbaner und stärker auf die Bedürfnisse moderner Stadtbewohner:innen ausgerichtet.“
Was macht das Konzept besonders?
„Wir kombinieren Gewächshausarchitektur mit vertikaler Planung und schaffen so auf mehreren Ebenen unterschiedliche Erlebniswelten unter einem Dach. Dadurch entstehen neue Blickbeziehungen, eine hohe Flächeneffizienz und ein völlig neues Einkaufserlebnis.“
Das Konzept folgt einer sehr bewussten Besucherführung. Warum?
„Wir wollten den Besuch intuitiv und entspannt gestalten. Die Kund:innen bewegen sich über sanft geneigte Rampen von oben nach unten durch das Gebäude. Dabei erleben sie die verschiedenen Ebenen ganz natürlich und entdecken immer wieder neue Perspektiven. Die Architektur wird dadurch Teil des Einkaufserlebnisses.“
Warum ist das Konzept auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant?
„Weil es deutlich mehr kann als Pflanzen verkaufen. Gastronomie, Floristik, Workshops, Events und Beratungsangebote schaffen zusätzliche Anlässe für einen Besuch. So entsteht ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität und einer ganzjährigen Wertschöpfung – selbst auf begrenzter Fläche.“
Welche Vision steckt hinter dem Konzept?
„Wir möchten zeigen, dass Konstruktionen aus Glas, Aluminium und Stahl auch in Zukunft eine starke Berechtigung im urbanen Raum haben. Nicht nur funktional, sondern als Orte der Begegnung, Inspiration und des Austauschs. Das City-Gartencenter soll Menschen, Natur und Architektur auf neue Weise miteinander verbinden.“
