PATZER ERDEN GmbH: Investitionen stärken Unabhängigkeit bei Rohstoffen
Mit der Modernisierung der Erdenwerke in Jossa, Warngau und Gubkow treibt die PATZER ERDEN GmbH ihre Unabhängigkeit bei den fünf wichtigsten Rohstoffen voran und baut den Einsatz regionaler Rohstoffe aus. Das mittelständische Unternehmen hat dafür in den letzten Jahren in Aufbereitungs- und Produktionsanlagen sowie Lagerflächen investiert und plant weitere Modernisierungen. Kunden profitieren von einer stabilen Versorgung, regionalen Rohstoffen und hoher Qualität durch eigene Aufbereitung.
„Generell haben wir mit Blick auf Rohstoffe eine sehr gute Ausgangsposition, weil wir die wichtigsten Rohstoffe seit jeher selbst abbauen beziehungsweise produzieren und damit weniger anfällig für Störungen in der Versorgungskette sind, wie sie derzeit etwa bei Torf auftreten“, erläutert Geschäftsführer Stephan Patzer. So konnte das in vierter Generation geführte Unternehmen auch früh den Einsatz von Torfersatzstoffen vorantreiben. Diese Strategie zahlt sich aus: Über alle Sparten hinweg – also Fachhandel, Produktionsgartenbau, GaLaBau und Friedhof – erreicht PATZER ERDEN bereits jetzt eine Torfersatzquote von 70 Prozent. Im Fachhandel allein liegt sie sogar bei 90 Prozent – deutlich über dem Branchendurchschnitt. „Mit unseren Investitionen sind wir nun in der Lage, alle fünf zentralen Substratausgangsstoffe auch selbst aufzubereiten.“
Investitionen und Standorte
Bereits in den letzten Jahren wurde der Produktionsstandort in Gubkow, Mecklenburg-Vorpommern, umgebaut. Zusätzliche Lagerflächen für Rohstoffe und eine neue Mischanlage brachten das Werk, in dem Substrate für den Profigartenbau produziert werden, technisch und logistisch auf den neuesten Stand.
Auch im oberbayerischen Warngau wurden bereits die Lagerflächen für Rohstoffe erweitert, um die Produktionskapazitäten weiter zu steigern und Kunden im In- und Ausland verlässlich beliefern zu können.
2026/27 steht eine umfassende Modernisierung im Stammwerk in Jossa an. Während dieser Zeit übernimmt Warngau einen Teil der Produktion vom Hauptstandort, sodass die Versorgung der Kunden jederzeit gesichert bleibt. In Jossa werden Substrate und Blumenerden für Gärtnereien, Gartencenter und den Garten- und Landschaftsbau in Deutschland sowie dem benachbarten Ausland produziert.
Die Modernisierung in Jossa umfasst unter anderem eine neue Mischanlage sowie drei Absacklinien. Für die Aufbereitung von Ton und Holzfasern zum Substratausgangsstoff Lignaton® wird eine neue Anlage installiert. Kürzlich wurde zudem eine mobile Anlage zur Aufbereitung von Rinde zu Rindenhumus angeschafft. Dazu gehören Schredder, Siebtechnik und Schlepper. Bereits zuvor wurde eine vierte Holzfaseranlage in Betrieb genommen.
Rohstoffstrategie – die „HIGH 5“
„Mit unseren Investitionen haben wir den Weg für unsere HIGH-5-Rohstoffe geebnet, also der eigenen Aufbereitung der für uns wichtigsten fünf Substratausgangsstoffe: Naturton, Holzfasern, Rindenhumus, Grünkompost und Torf. Schließlich hängt die Kultur- und Anwendungssicherheit von Substraten und Erden nicht nur von der Art der Rohstoffe, ihrer Qualität und ihren Anteilen ab, sondern auch von deren sorgfältiger Aufbereitung. Mit den HIGH-5-Rohstoffen liegt der Fokus auf regionalem Material aus Deutschland, dessen Qualität wir selbst kontrollieren. Torf wird vorerst weiter eingesetzt, da er für bestimmte Substrate auf absehbare Zeit – mindestens jedoch in den kommenden zehn Jahren – unverzichtbar bleibt“, so Patzer.
