Weniger Emissionen im Substrat
Klasmann-Deilmann hat den Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Damit informiert das Unternehmen zum zehnten Mal über seine ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung. Beim Einsatz von alternativen Ausgangsstoffen und bei der Senkung von Emissionen wurden weitere Fortschritte erzielt.
Der Anteil nachwachsender Rohstoffe an der Gesamtproduktion von Kultursubstraten für den professionellen Gartenbau stieg auf 30 %. Insgesamt nutzte Klasmann-Deilmann im zurückliegenden Jahr 1,15 Mio. m³ Holzfasern, Grünkompost und Kokos sowie innovative Rohstoffe wie Sphagnum und Biokohle.
„Wir sind auf einem guten Weg“, so Geschäftsführer Damian Ikemann, „und haben das nächste Ziel bereits fest im Blick. Bis 2030 wollen wir den Anteil alternativer Ausgangsstoffe auf 50 % unserer Gesamtproduktion erhöhen. Damit verfolgen wir ein ambitioniertes Wachstumsprogramm, jedoch kein Torfausstiegsszenario. Außerdem werden wir die Kulturflächen für den geschützten Anbau von Sphagnum weiter skalieren, um einen zukunftweisenden Rohstoff mit den guten Eigenschaften von Torf in immer mehr Anwendungen nutzen zu können.“
Zwischen 2013 und 2025 reduzierte Klasmann-Deilmann den Product Carbon Footprint (cradle to grave) um 33 % von 90,7 kg CO2e/m³auf 60,9 kg CO2e/m³. Dieser Rückgang resultiert wesentlich aus der zunehmenden Nutzung alternativer Ausgangsstoffe. Dem gegenüber steigt der Corporate Carbon Footprint (cradle to customer) seit 2024 wieder leicht an, nachdem die Klimabilanz zwischen 2013 und 2023 konsequent rückläufig war. Ursächlich hierfür ist das wirtschaftliche Wachstum, das in eine höhere Ressourcennutzung und vermehrte Transporte mündet. Dessen ungeachtet sank der Corporate Carbon Footprint zwischen 2013 und 2025 um 12 %, während die Absatzmengen im selben Zeitraum um 30 % stiegen.
„Damit ist Klasmann-Deilmann in einem Bereich erfolgreich, in dem politische und gesellschaftliche Erwartungen besonders hoch sind“, erläutert Geschäftsführer Jan Astrup. „Gefordert wird eine weitgehende Umstellung von Torfrohstoffen auf nachwachsende Rohstoffe. Ziel ist dabei, die Emissionen aus Gewinnungsflächen und Substraten deutlich zu verringern. Klimaneutralität wird auf diese Weise jedoch weder auf Produktebene noch auf Unternehmensebene erreicht. Die Nutzung alternativer Ausgangsstoffe anstelle von Torf führt nicht zum Net-Zero-Substrat.“
Die nachhaltige Entwicklung erfordert von Klasmann-Deilmann einen massiven finanziellen Aufwand, die sorgfältige Integration neuer Unternehmenseinheiten, den Umbau von Produktionsstätten, eine fortlaufende Überarbeitung des Produktportfolios und einen hohen persönlichen Einsatz der Teams. „Trotz des notwendigen Tempos werden wir alle Schritte auf dem Weg der Transformation mit der gebotenen Umsicht gehen“, so Damian Ikemann, „um gleichermaßen die Wirtschaftlichkeit und den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens zu sichern.“
