EmpCo-Richtlinie ohne Übergangsfristen: Verbände warnen vor Vernichtung einwandfreier Waren im Millionenwert

Fehlende Abverkaufsfristen führen zu massiven wirtschaftlichen und ökologischen Belastungen – Verbände fordern praxistaugliche Umsetzung: Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), der Herstellerverband Haus & Garten (HHG) und der Industrieverband Garten (IVG) kritisieren das Fehlen von Abverkaufsfristen bei der Umsetzung der EmpCo-Richtlinie deutlich. Obwohl die neuen Vorgaben bereits zum 27. September 2026 in Kraft treten, sollen sie unmittelbar auch für bereits produzierte und im Handel befindliche Ware gelten. Nach Einschätzung der Verbände hätte dies gravierende Folgen für Unternehmen, Handel und Umwelt. 

Die Garten- und Baumarktbranche unterscheidet sich grundlegend von anderen Handelssegmenten, insbesondere vom Lebensmitteleinzelhandel. Viele Produkte weisen deutlich längere Umschlagszeiten auf; zum Sortiment gehören zudem zahlreiche sogenannte „Langsamdreher“ – Artikel, die seltener gekauft werden, aber dennoch dauerhaft verfügbar sein müssen, um das Vollsortimentsversprechen gegenüber den Kunden zu erfüllen. Seit dem Ende des durch die Corona-Pandemie ausgelösten Nachfragebooms leidet die Branche unter den gesamtwirtschaftlichen Investitionshindernissen und der Kaufunlust der Kunden. Auch für das laufende Jahr zeichnet sich bislang keine nachhaltige Erholung ab. Insbesondere die unerwartet schwache Gartensaison hat zu hohen Lagerbeständen geführt.

Vor diesem Hintergrund sind die fehlenden Abverkaufsfristen bei der Umsetzung der Vorgaben der Empowering Consumers-Richtlinie (EmpCo) für die Garten- und Baumarktbranche besonders problematisch. Eine gemeinsame Mitgliederbefragung von BHB, HHG und IVG zeigt das Ausmaß der Betroffenheit deutlich: Im Handel und eigenen Lager sind Waren im Wert eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags von den neuen Kennzeichnungsvorgaben betroffen. Besonders kritisch: Rund 60 Prozent der betroffenen Produkte können nach Angaben der Unternehmen nicht nachträglich umetikettiert werden. Diese Waren wären ohne Abverkaufsfrist faktisch nicht mehr verkehrsfähig, obwohl sie technisch einwandfrei, sicher und funktionstüchtig sind.

Die Situation wird zusätzlich dadurch verschärft, dass die nationale Umsetzung der Richtlinie in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten noch immer aussteht. Viele Unternehmen können daher bis heute nicht abschließend beurteilen, welche konkreten Anforderungen künftig gelten werden und ob einzelne Mitgliedstaaten über die europäischen Vorgaben hinausgehende nationale Regelungen („Gold Plating“) einführen werden. Die fehlende Rechtssicherheit erschwert die Vorbereitung auf die neuen Vorgaben zusätzlich.

Selbst dort, wo eine Anpassung grundsätzlich möglich wäre, entstehen erhebliche zusätzliche Belastungen, da diese meist händisch erfolgen müssten. Die Kosten für notwendige Neuetikettierungen und Umverpackungen liegen nach Angaben der Unternehmen kumuliert im achtstelligen Bereich. Hinzu kommt ein erheblicher logistischer Aufwand: Tausende bereits im Handel befindliche Produkte müssten zunächst zu den Herstellern zurücktransportiert werden, um dort – sofern überhaupt möglich – neu verpackt oder neu etikettiert zu werden. Diese Transporte verursachen nicht nur erhebliche Kosten, sondern auch zusätzliche, vermeidbare CO₂-Emissionen.

Noch gravierender ist die Tatsache, dass hunderttausende Produkte vernichtet werden müssten, obwohl diese vollständig verkehrsfähig und gebrauchstauglich sind. Auch bereits produzierte Verpackungsmaterialien – etwa Folien für Erdensäcke – wären im sechsstelligen Euro-Bereich betroffen und müssten entsorgt werden.

„Die Ziele der EmpCo-Richtlinie unterstützen wir ausdrücklich. Umso unverständlicher ist jedoch das vollständige Fehlen von Übergangsfristen. Dadurch entsteht eine Situation, in der viele einwandfreie Produkte vernichtet, Verpackungsmaterialien entsorgt und unnötige Transporte ausgelöst werden – mit erheblichen ökologischen und wirtschaftlichen Folgen“, erklären BHB, HHG und IVG.

Die Verbände warnen davor, dass die aktuelle Ausgestaltung der Regelung dem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit widerspricht. Statt Ressourcen zu schonen, würden funktionierende Warenkreisläufe unterbrochen und zusätzliche Emissionen verursacht. BHB, HHG und IVG appellieren daher dringend an die politischen Entscheidungsträger auf nationaler und europäischer Ebene, kurzfristig eine praxistaugliche Übergangsregelung zu schaffen. Bereits vor Inkrafttreten der Richtlinie produzierte und in Verkehr gebrachte Waren sowie Verpackungen sollten weiterhin abverkauft bzw. aufgebraucht werden dürfen.

„Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu erhalten und Verschwendung zu vermeiden. Eine Regelung, die zur Vernichtung einwandfreier Produkte führt, konterkariert dieses Ziel“, so die Verbände abschließend.

IVG und BHB laden gemeinsam zur Gartenparty auf der spoga+gafa ein

Vom 22. bis 24. Juni 2026 findet in Köln auf dem Gelände der Koelnmesse die spoga+gafa statt. Und auch in diesem Jahr veranstaltet der Industrieverband Garten (IVG) e.V. am zweiten Messetag seine traditionelle Gartenparty. In diesem Jahr allerdings zum ersten Mal gemeinsam mit dem BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. Erwartet werden dazu etwa 300 Entscheiderinnen und Entscheider aus Industrie und Handel der Grünen Branche.

Am Messedienstag sind ab 17:30 Uhr Hersteller, Händler, Lieferanten, Kunden und Medienvertreter der Grünen Branche zur Gartenparty des IVG und BHB eingeladen. In Halle 6.1 am Stand C 048/D 049 haben sie die Möglichkeit, bei Kölsch und kleinen Köstlichkeiten Kontakte zu pflegen, Neuigkeiten auszutauschen und den Messetag gesellig ausklingen zu lassen. „In diesem Jahr feiern wir gemeinsam mit dem BHB, um die gute Zusammenarbeit mit dem Handel zu unterstreichen und weiter zu festigen“, so Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG. „Es ist keine Anmeldung notwendig, jeder ist willkommen und wir hoffen auf zahlreiche Gäste.“

Dr. Peter O. Wüst, Geschäftsführer des BHB, ergänzt: „Auch in schwierigen Zeiten sollte die grüne Branche geschlossen auf die zahlreichen Herausforderungen reagieren. Wertige inhaltliche Arbeit kombiniert mit persönlichem Austausch – hier haben wir gerade mit dem IVG ein TOP-Netzwerk geschaffen, das sich auch bei dieser Messe sehr gern trifft“. Ein weiterer Anlass dazu ist der vorausgehende 11. BHB-GardenSummit, der bereits um 14 Uhr im Congress Centrum Nord der Koelnmesse beginnt. In kurzen, prägnanten Vorträgen geht es um aktuelle Trends und Entwicklungen. Referentinnen und Referenten sind u.a. Jochen Ludwig (CCO OBI, BHB-Vorstand), Katrin Beyer (VP Division Garden, OBI), Hans-Jürgen Herr (Unternehmer, Aufsichtsrat und Operating Partner), Prof. Dr. Renate Ohr (Uni Göttingen), Prof. Dr. Mazda Adli (Chefarzt Fliedner-Klinik/ Charité) und Prof. Dr. Thomas Vogler (Institut Mercator). Alle Infos und Tickets zum Summit gibt es unter: www.gardensummit.de.

Tobias M. Koerner als Sprecher der IVG Fachabteilung Garten- und Rasenpflegegeräte wiedergewählt

Im Rahmen ihrer Sitzung am 20. Mai 2026 bei der Firma AL-KO Geräte GmbH in Kötz haben die Mitglieder der Fachabteilung Garten- und Rasenpflegegeräte (GRPG) des Industrieverband Garten (IVG) e.V. ihren Sprecher Tobias M. Koerner einstimmig im Amt bestätigt. Koerner ist Senior Vice President Go-to-Market und Geschäftsführer der Gardena Deutschland und Gardena Manufacturing GmbH. Seit April 2009 ist er Sprecher der Fachabteilung.

„Wir freuen uns über die Wiederwahl und gratulieren Tobias M. Koerner zu diesem eindeutigen Ergebnis“, kommentiert Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG, die Wahl. „Mit ihm hat die Fachabteilung einen Sprecher, der den Verband und die Branche sehr gut kennt. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er die Verbandsarbeit seit so vielen Jahren unterstützt.“ In der Fachabteilung Garten- und Rasenpflegegeräte treffen sich Hersteller von Produkten, die für die Pflege des Gartens benötigt werden. Derzeit zählen 35 Unternehmen zur Fachabteilung, was einer hohen Marktabdeckung in Deutschland in diesem Segment entspricht. Die Fachabteilung setzt sich mit den Kernthemen Marktentwicklung, Technik, Umwelt- und Verbraucherschutz auseinander.

IVG und GGS: Absatzzahlen der Substratbranche auch 2025 konstant

Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. und die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (GGS) e.V. haben das Ergebnis der jährlichen Erhebung von Absatz- und Produktionszahlen der Mitglieder aus der Substratindustrie vorgestellt. Erfreuliches Ergebnis: Der Absatz von Substraten aus deutscher Produktion blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant und signalisiert damit eine stabile Situation, trotz anhaltender Wirtschaftskrise und mangelnder Rohstoffsicherheit. Dies gilt für den Consumer- sowie den Profibereich, die sich verschiedenen Herausforderungen stellen. Wichtigster Rohstoff ist weiterhin Torf, gefolgt von Grüngutkompost und Holzfasern. 

Absatzmarkt weitestgehend stabil
Insgesamt wurden im Jahr 2025 7,9 Millionen Kubikmeter (m3) Substrate und Erden aus deutscher Produktion abgesetzt. So viel wie etwa in 3.200 olympische Schwimmbecken passen würde. Davon wurden gut drei Millionen m3 Profisubstrate für den Erwerbsgartenbau verkauft – 1,7 Millionen m3 im heimischen Markt sowie 1,2 Millionen m3 als Exportware. Zudem wurden fünf Millionen m3 Blumenerden für den Consumer-Bereich verkauft. Diese teilen sich auf in 4,1 Millionen m3 Erden für den deutschen Markt und 0,9 Millionen m3 für den Export. Absolut wurden in der Produktion 4,3 Millionen m3 Torf (2024: 4,7) verwendet, der für die Industrie wichtigste und aktuell unersetzbare Rohstoff. Hinzu kamen 4,4 Millionen m3 andere organische und 0,3 Millionen m3 mineralische Ausgangsstoffe.

Die generelle Stabilität in den Verkaufszahlen zeugt in erster Linie von einer krisenfesten Industrie, die sich trotz Polykrise und unsicherer Geopolitik bisher gegen viele Widerstände behaupten kann, auch wenn es an politischer Unterstützung in Deutschland fehlt. Die Rohstoffsituation ist nach wie vor angespannt. Es fehlt an Rinde und an hochwertigem Grüngutkompost. Bei Kokos besteht eine sehr große Abhängigkeit von fernen Produktionsorten und langen, kostenintensiven Lieferwegen. „Ein Schlüsselfaktor wäre es, die heimische Rohstoffgewinnung, von Torf und dessen Ersatzrohstoffen, zu stärken und sich auf die Prinzipien der Rohstoffsicherheit, Qualität, Regionalität und Unabhängigkeit zu besinnen“, bewertet Philip Testroet, stellvertretender Geschäftsführer des IVG, die aktuelle Lage.

Einsatz von Substratausgangsstoffen – Torfreduktion am Limit
Der Anteil von Torf als Substratausgangsstoff für die Produktion von Profisubstraten für den Erwerbsgartenbau im deutschen Markt ist auf 61 Prozent gesunken. Der Anteil torffreier Erden am professionellen Gesamtmarkt blieb auch 2025 konstant bei sechs Prozent. Im deutschen Consumer-Markt liegt der Torfanteil im Durchschnitt der eingesetzten Substratausgangsstoffe weiterhin bei 33 Prozent. Der Anteil torffreier Erden am Consumer-Gesamtmarkt ist unterdessen auf 30 Prozent gestiegen. „Die Torfreduktion ist dank zahlreicher Anstrengungen der Industrie, unterstützt durch wertvolle Forschungsarbeit an verschiedensten Einrichtungen, schon sehr weit vorangeschritten. Aber die Anforderungen aus der Politik stoßen nun in der Praxis bei Produktion und Anwendung sowie den Realitäten des Marktes an ihre Grenzen“, so Testroet. „Aufgrund der im Vergleich sehr geringen Rest-Emissionen durch die Torfnutzung in Kontrast zu Aufwand, Qualität und Verfügbarkeit, sollte künftig das Segment der torfreduzierten Erden mehr in den Fokus rücken. Alle Substratzusammensetzungen, im Consumer- wie im Profimarkt, müssen gleichberechtigt behandelt und dem Wettbewerb der besten Lösungen überlassen werden“. Dies trage auch dazu bei, eine Industrie am Standort zu behalten und die Selbstversorgung mit heimischen Substraten zu gewährleisten.

Die passende Aufklärungsarbeit und gezielte Beratung je nach Anwendungsart ist essenziell. Unterstützung erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher auf der Homepage Erden & Substrate.info oder in einem Informationsflyer der GGS. Bei Warentests von Erden und Substraten sollte der Leitfaden von GGS und IVG berücksichtigt werden.

Preiserhöhungen durch Krieg im Iran auch im Gartenmarkt

Steigende Rohstoffpreise und Engpässe in der Lieferkette bedingt durch den Krieg im Iran setzen viele Wirtschaftsbereiche in Deutschland massiv unter Druck. Zahlreiche Branchen mussten ihre Preise bereits erhöhen. Diese Entwicklung hat nun auch den Gartenmarkt erreicht. Hersteller von Substraten, Pflanzerden und Düngemitteln sowie Geräte- und Hartwarenhersteller sind gezwungen, die Mehrkosten an den Handel und damit an den Endverbraucher weiterzugeben. 

Der Nahost-Konflikt trifft laut der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) die Breite der deutschen Wirtschaft. 83 Prozent der Unternehmen spüren bereits jetzt die negativen Folgen der Krise – insbesondere Kostensteigerungen und Engpässe bei Öl, Gas, Kraftstoffen sowie Kunststoffprodukten. So stieg im März der wichtigste Rohstoffindex um fast ein Fünftel. Im Zentrum stehen dabei stark steigende Kostenbelastungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Am häufigsten nennen die Betriebe in einer Umfrage der DIHK gestiegene Fracht- und Transportkosten (73 Prozent), gefolgt von höheren Energiezahlungen (71 Prozent) sowie steigenden Rohstoff- und Materialpreisen (58 Prozent).

Die drastischen Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel haben auch Auswirkungen auf die Grüne Branche, denn dadurch wachsen die Frachtkosten weit über das kalkulierte und auch absehbare Maß. Die zu zahlenden Transportkosten für die Hersteller erhöhen sich automatisch, da es bei vielen Kontrakten mit Speditionen einen sogenannten „Dieselfloater“ gibt, bei dem steigende Dieselkosten automatisch zu höheren Frachtkosten führen.

Die erhöhten Erdgaspreise stellen insbesondere energieintensive Betriebe wie Keramikproduzenten oder Düngemittelhersteller vor große Herausforderungen. Denn bei der Herstellung von Keramiktöpfen oder von Ammoniak und Stickstoffdüngemitteln ist Erdgas als Rohstoff bzw. Energiequelle von entscheidender Bedeutung. Zudem erhöht sich der Preisdruck bei Düngern, insbesondere Harnstoff, weil Störungen von Produktion und Transport im Nahen Osten das global verfügbare Angebot verknappen. Die Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten und Rohstoffen hingegen führen zu steigenden Preisen unter anderem bei Aluminium und gängigen Kunststoffen. Davon betroffen sind vor allem die Hersteller von Hartwaren und Gartengeräten.

„Viele unserer Mitgliedsunternehmen haben in den vergangenen Monaten alles darangesetzt, lieferfähig zu bleiben und den gewohnten Service zu gewährleisten“, sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim Industrieverband Garten (IVG) e.V. „Doch die Entwicklung zwingt nun auch diejenigen zu Erhöhungen, die die Kostensteigerungen bisher kompensieren konnten“. Dort, wo zugekaufte Rohmaterialien fehlen, arbeiten die Hersteller mit Hochdruck daran, technische Alternativen und neue Lieferanten zu finden. Nichtsdestotrotz bleibt die Lage angespannt.

Save the Date: IVG Branchentag Erden & Substrate im niederländischen Cuijk

Auch in diesem Jahr trifft sich die deutsche und internationale Erdenindustrie auf dem IVG Branchentag Erden & Substrate. Allerdings nicht wie traditionell in Bad Zwischenahn, sondern einmalig und als Special Event im niederländischen Cuijk. Am 19. November 2026 erwartet der Industrieverband Garten (IVG) e.V. im sogenannten „INSPYRIUM“ – einem der grünsten Veranstaltungsorte der Niederlande – wieder fachkundige Referentinnen und Referenten, die in ihren Vorträgen aktuelle Fragestellungen und Entwicklungstrends der Branche aufgreifen. Der anschließende Branchenabend, der im Anschluss ebenfalls im „INSPYRIUM“ stattfindet, gibt zudem Gelegenheit zu einem informativen Austausch in geselliger Runde. 

„Unsere Besucherinnen und Besucher können sich wieder auf in die Zukunft gerichtete Diskussionen mit Industrie, Handel, Lieferanten und Politik freuen“, sagt Philip Testroet, stellvertretender Geschäftsführer beim IVG. „Dazu werden wir ein spannendes und abwechslungsreiches Vortragsprogramm zusammenstellen und zu einem geselligen Netzwerkabend einladen.“ Im „INSPYRIUM“ erwartet alle Gäste eine einzigartige Event-Atmosphäre. Als besonderes Highlight wird der Comedian Patrick Nederkoorn für einen gesellschaftskritischen, aber dennoch humorvollen Beitrag sorgen. Anmeldungen zur Veranstaltung sind unter www.ivg.org/btes möglich. Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Jetzt zum IVG Forum Gartenmarkt anmelden und Frühbucherrabatt sichern

Jedes Jahr im Herbst lädt der Industrieverband Garten (IVG) e.V. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Handel und Medien zu einem der wichtigsten Treffen der Gartenbranche ein – dem IVG Forum Gartenmarkt. In diesem Jahr findet die Veranstaltung am Donnerstag, dem 5. November, im Maritim Hotel in Düsseldorf statt unter dem Motto „Fit für den Wandel – wer sich anpasst, blüht auf“. Der IVG erwartet rund 250 Gäste. Hochkarätige Referentinnen und Referenten werden die wichtigsten Entwicklungen des Gartenmarktes und anderer Branchen unter die Lupe nehmen. Am Vorabend treffen sich zudem Handel und Industrie zu einem Get-Together, um sich in ungezwungener Runde über aktuelle Branchen-Themen auszutauschen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Bis zum 31. Juli 2026 erhält man einen Frühbucherrabatt von 10 Prozent. 

„Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von verhaltener Konsumlaune, sinkender Kaufkraft und einer weltpolitisch angespannten Lage“, sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim IVG. Kriege, Handelskonflikte, Lieferkettenrisiken wirken sich auch auf die Grüne Branche aus. „Mehr denn je sind Anpassungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft in Unternehmen gefragt, um auch in herausfordernden Zeiten, Chancen und positive Entwicklungen zu kreieren“, so Hackstein. „Mit unserem diesjährigen Motto möchten wir dazu Denkanstöße geben.“

Get-Together am Vorabend
Bereits am Vorabend, dem 4. November, treffen sich Industrie und Handel im Maritim Hotel zu einem gemeinsamen Get-Together. Die Teilnahme daran ist in der Kongressgebühr enthalten. Anmeldungen sind ab sofort unter www.ivg.org/forum-gartenmarkt möglich. Wer sich bis zum 31. Juli 2026 registriert, erhält einen Frühbucherrabatt in Höhe von 10 Prozent. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verband deutscher Gartencenter (VDG), dem Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) und dem Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau statt. Das finale Programm veröffentlicht der IVG in Kürze.

„LaDIY“ zieht Bilanz und plant für die Zukunft

LaDIY – das gemeinsame Frauennetzwerk der Bau- und Gartenmarktbranche – feiert sein zweijähriges Bestehen. Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB), der Herstellerverband Haus & Garten e.V. (HHG) und der Industrieverband Garten e.V. (IVG) haben es ins Leben gerufen, um Frauen in der Branche stärker zusammenbringen und ihre Sichtbarkeit zu fördern. Passend zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 blickt das Netzwerk auf bisher Erreichtes und auf zukünftige Pläne. 

„Das Netzwerk ist in den vergangenen zwei Jahren erfreulich gewachsen“, resümiert Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG. „Das zeigt, dass wir mit der Initiative einen Nerv getroffen haben und Gleichstellung kein abgeschlossenes Kapitel ist, sondern aktueller denn je.“ Zu den beiden Netzwerktreffen im Januar 2025 und 2026 waren mehr als 50 engagierte Branchenvertreterinnen zusammengekommen, um sich auszutauschen, zu inspirieren und zu vernetzen. Auch die angebotenen Webinare waren sehr stark besucht. „Die Teilnehmerinnen schätzten die Möglichkeit zum Austausch innerhalb des Netzwerkes“, sagt Dr. Marie-Charlotte Claßen, stellvertretende Geschäftsführerin und Justiziarin beim HHG. „Und die bisherigen Themen scheinen bestens angekommen zu sein, denn nach den Vorträgen und in den Pausen wurde intensiv über die Inhalte diskutiert.“

Mit weiteren Angeboten wollen die Organisatorinnen auch 2026 die Diversität in der Bau- und Gartenmarktbranche weiter fördern. „Wir sind gerade dabei, Expertinnen und Experten aus der Branche in unsere Arbeit mit einzubeziehen, um mit ihnen ein Mentoring-Programm zu entwickeln“, erklärt Annekatrin Conrads, Leitung Ressort Personal & Personalentwicklung beim BHB. „Zudem sind weitere Veranstaltungen und das nächste Präsenztreffen in diesem Jahr bereits in Planung.“

Krieg im Iran – Preiserhöhungen auch im Gartenmarkt zu befürchten

Durch den Krieg im Iran sind die Transportkosten – insbesondere auf der Straße – stark explodiert, was sich gerade bei großvolumigen Produkten deutlich auf die Gesamtkosten niederschlägt. Die Entwicklung betrifft den gesamten Gartenmarkt, speziell aber die Hersteller von Blumenerden und Substraten. Sie befürchten, zu kurzfristigen Preisanpassungen gezwungen zu werden. 

Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Auswirkungen des Irankriegs bereits an den Zapfsäulen zu spüren bekommen. Dort kostet Diesel im bundesweiten Durchschnitt derzeit um die 2,086 Euro je Liter. Diese drastische Preiserhöhung hat auch Auswirkungen auf die Grüne Branche, denn dadurch wachsen die Frachtkosten weit über das kalkulierte und auch absehbare Maß. „Steigen die Preise für Diesel, erhöhen sich die zu zahlenden Transportkosten für die Hersteller automatisch“, erklärt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim Industrieverband Garten (IVG) e.V., die derzeitige Lage. Denn bei vielen Kontrakten mit Speditionen gibt es einen sogenannten „Dieselfloater“, bei dem steigende Dieselkosten automatisch zu höheren Frachtkosten führen.

Die gesamte Entwicklung trifft die Hersteller von Blumenerden und Substraten besonders hart, da sie mit schweren und vergleichsweise günstigen Produkten handeln. Da machen sich anfallende Preissteigerungen schnell bemerkbar. „Für die Produzenten ergibt sich der Handlungsdruck, die Mehrkosten der Logistik über den Handel an die Verbraucher weiterzureichen, um wirtschaftlich produzieren und die Versorgungslage sicherstellen zu können“, so Hackstein. „Der Branche bleibt in dieser Situation kaum etwas anderes übrig und ich hoffe auf die Akzeptanz aller Akteure“, wirbt sie für Verständnis. Politisch flankierende Maßnahmen zur Abfederung der Preisanstiege an den Tankstellen wären demnach sehr wünschenswert.

IVG Jahresbericht veröffentlicht

Im Rahmen des IVG Medientag Garten hat der Industrieverband Garten (IVG) e.V. seinen Jahresbericht 2026 veröffentlicht. Mit umfangreichem Zahlenmaterial informiert er über die Entwicklung der Grünen Branche. Auf 44 Seiten werden unter anderem Umsatz- und Absatzzahlen aus dem Jahr 2025 aufbereitet, Trends und Entwicklungen im Gartenmarkt näher beleuchtet sowie die Kernprojekte des Verbands vorgestellt. Den Leitartikel hat in diesem Jahr Handels-Zukunftsforscherin Theresa Schleicher verfasst. Sie wirft darin einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Blick auf das, was sich tut und was kommt.

Theresa Schleicher bezieht sich in ihrem Artikel auf die Schreckensbotschaften zur künftigen Wirtschaftslage in Europa und Deutschland, mahnt aber zur Ruhe und gibt Perspektiven und Lösungsansätze. „Bis zu einem gewissen Grad mag unsere Gesellschaft ins Wanken geraten, doch dabei geht sie nicht komplett unter, sondern verändert sich“, so Schleicher. „Wer versteht, was die Welt langfristig bewegt, kann auch erkennen, wie sich Trends und echte Innovationen setzen lassen.“ Neben dem Leitartikel sind im neuen Jahresbericht unter anderem die Entwicklung des Gartenmarktes im vergangenen Jahr, der Witterungsverlauf oder die Kernkompetenzen des Verbandes informativ und übersichtlich in Szene gesetzt. Die wichtigsten Zahlen können Leserinnen und Leser auf einen Blick erfassen. Der Jahresbericht informiert zudem über die Veranstaltungen und Projekte des Verbandes.

Interessenten können den IVG Jahresbericht kostenlos per E-Mail an verband@ivg.org in der IVG Geschäftsstelle bestellen oder im Downloadbereich auf www.ivg.org herunterladen.